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Der gute Zweck

Der Hamburger Abendblatt hilft e.V.

Der Hamburger Abendblatt-Verein organisiert Therapien, Sport- und Freizeitangebote und weitere Hilfsmittel für bedürftige und behinderte Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion.

Das Hamburger Abendblatt hilft bedürftigen Erwachsenen und Kindern ausschließlich in der Metropolregion Hamburg. Viele Hamburger Vereine und Institutionen wenden sich seit Jahren hilfesuchend an den Verein, dessen Vorstand immer aus dem Chefredakteur und dem Geschäftsführer des Abendblatts besteht. Die Anträge werden von der Abendblatt-Redakteurin Sabine Tesche mit ihrem Team bearbeitet.

Es gibt in unserer Metropolregion Hamburg viele Kinder und Jugendliche, die vernachlässigt, bedürftig, schwer krank oder behindert sind. Es sind junge Menschen, die Hilfe von außen dringend benötigen. Der Hamburger-Abendblatt hilft e.V. nimmt sich dieser Kinder an – und das seit über 45 Jahren. Im Zentrum der Hilfe stehen Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien in der Metropolregion Hamburg. Für sie finanziert der Verein unter anderem Sport- und Freizeitaktivitäten, Beratungs- und Hilfsangebote, Mittagstische und Ferienprojekte. Wir ermöglichen Kindern Theaterbesuche, Urlaubs- und Klassenreisen. Genauso nehmen wir uns aber Einzelschicksalen an, für die wir Therapien, Nachhilfe, Musik- und Schwimmunterricht oder medizinische Geräte finanzieren. Ein Schwerpunkt des Abendblatt-Vereins ist zudem die Hilfe für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, denen wir u. a. beim Einrichten und Renovieren ihrer Wohnungen und auch bei Freizeitaktivitäten und kleinen Reisen finanziell unter die Arme greifen.

Der Abendblatt-Verein hat einen weiteren Schwerpunkt in der Unterstützung von Alleinerziehenden, sozial schwachen Familien, kranken Erwachsenen und bedürftigen Senioren. Wir geben diesen Menschen Zuschüsse für Möbel, Matratzen, Therapien, Kleidung, Arztkosten und allgemeine Lebenshaltungskosten. Bei allen Anfragen prüfen wir natürlich die Bedürftigkeit der Antragsteller, in den meisten Fällen geht die Auszahlung über eine betreuende Institution. Zwei der großen Abendblatt-Aktionen für diese Menschen sind das Weihnachtspäckchen-Projekt und die Bewegungsinitiative für Ältere „Mach mit – bleib fit!“ gemeinsam mit dem Hamburger Sportbund. So verteilen wir jedes Jahr in der Adventszeit 8000 Päckchen an einsame, kranke und bedürftige Erwachsene in Hamburg. So ein Päckchen ist für viele dieser Menschen das einzige Geschenk zum Fest.

Unter der Rubrik „Hier helfen wir“ berichten wir auf der wöchentlichen Seite am Sonnabend im Hamburger Abendblatt darüber, wen wir finanziell unterstützen. Denn Transparenz ist wichtig, vor allem auch dann, wenn auf der Seite ein größerer Spendenaufruf für Familien mit besonders schweren Schicksalen erscheint.

Neben der Unterstützung einzelner Kinder hat der Verein auch eigene Aktionen ins Leben gerufen wie zum Beispiel 2004 „Kids in die Clubs“ zusammen mit der Hamburger Sportjugend (damals unter dem Dach der Initiative „Kinder helfen Kindern“). Das Ziel: Alle Kinder und Jugendlichen in Hamburg sollen Mitglied in einem Sportverein werden können. Sportreisen und Wettbewerbe für Kinder aus sozial schwachen Familien werden unterstützt. Bis 2019 war der HafenCity Run in der HafenCity zugunsten des Abendblatt-Vereins eine Säule der Förderung der Aktion „Kids in die Clubs“, ab 2021 werden mit den Spendenerlösen aus dem Benefiz-Lauf andere sportliche Jugendprojekte der Stadt durch den Abendblatt-Verein unterstützt.

Seit 25 Jahren gibt es zudem die Abendblatt-Benefiz-Weihnachtsveranstaltung „Märchen im Michel“, nachmittags für Kinder mit den Liedern von Rolf Zuckowski und abends ganz traditionell. Der Erlös daraus geht an ausgewählte Kinder- und Jugendprojekte der Stadt. Im Frühjahr singen beim Chorfestival „Kinder singen für Kinder“ im Michel immer bis zu 500 Schülerinnen und Schüler zugunsten des Abendblatt-Vereins. Diese Charity-Veranstaltung organisiert der Lions Club Hamburg-Hoheneichen mit den Young ClassX und dem Abendblatt.

Es gibt Klassen, die Spendenläufe für uns veranstalten, und andere Vereine, die weitere Events zu unseren Gunsten ausrichten. Viele Leser verzichten an ihren Geburtstagen und Jubiläen auf Geschenke und bitten ihre Gäste stattdessen um Spenden für den Abendblatt-Verein – oftmals geht das Geld an eine bestimmte bedürftige Familie, die zuvor einen Antrag an „Hamburger Abendblatt hilft e.V.“ gestellt hat. Denn der konkrete Spendenzweck kann vorher mit der Redaktion“ abgesprochen werden.

So kann der Abendblatt-Verein Projekte anschieben, Kitas, Schulen, Altenheime und Senioren-Vereine unterstützen, das Leben vieler Familien und Senioren etwas leichter machen und dadurch die betroffenen Eltern entlasten. Das Engagement für die bedürftigen Kinder und Erwachsenen dieser Stadt wäre nicht möglich ohne die vielen kleinen und großen Spenden unserer Leser, der Firmen, Verbände und Künstler, die immer wieder zu unseren Gunsten auftreten. Zudem haben wir mit dem Schauspieler und Regisseur Christian Berg einen Botschafter, der bei all seinen Familien-Musicals in Hamburg für unseren Verein um Spenden wirbt.

Weitere Infos zum Verein unter www.abendblatt-hilft.de

 

Was für Projekte werden mit den Spendengeldern unterstützt?

Seit 2004 haben die Tausenden (Firmen-) Teams mit ihrer Teilnahme am HafenCity Run bereits die stolze Summe von über 1,85 Mio. Euro für den Verein Hamburger Abendblatt hilft (ehemals „Kinder helfen Kindern e.V.) erlaufen. Dadurch konnten schon über 100.000 Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Hamburg – zumeist aus sozial schwachen Familien – gefördert werden.

Die soziale Komponente wird auch weiterhin ein wichtiges Leitmotiv des größten norddeutschen Firmenlaufes sein. Ab 2022 sollen mit den Spenden aus dem Benefizlauf schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendprojekte in elbnahen Nachbarstadtteilen wie Veddel, Rothenburgsort und Wilhelmsburg unterstützt werden.

Die Spenden fließen dabei an sorgfältig ausgesuchte Vereine und Institutionen in diesen Stadtteilen, die sich mit ihren unterschiedlichen Angeboten (z.B. in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung) überwiegend an Kinder, aber auch junge Erwachsene wenden.

“Es tut einfach gut, Gutes zu tun”

Beate Geise ist seit zehn Jahren im “Von Mensch zu Mensch”-Team und beschreibt den Arbeitsalltag in der Redaktion

Sie sind am Ende. Hilflos, verzweifelt. Es ist ihnen peinlich, Fremde um Hilfe bitten zu müssen. Weil sie nicht mehr weiterwissen in ihrer Not. Dann greifen sie zum Hörer. Oder schreiben eine Mail oder einen Brief an die Redaktion “Von Mensch zu Mensch”. So erfahren wir, dass die Mutter mit vier Kindern nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll. Alleingelassen vom Mann und von der Gesellschaft nicht wahrgenommen, leben Menschen wie sie zurückgezogen in ihren vier Wänden, die meistens nicht mehr bieten als ein Dach über dem Kopf. Keine Gemütlichkeit, kein anständiges Bett, der Fußboden ist abgenutzt, schief hängende Schranktüren, keine Lampen. Es gibt weder einen Schreibtisch noch vernünftige Kleidung für die Kinder. Eine ungewollte Verwahrlosung, weil das Geld einfach zu knapp ist.

Wir hören von einem Sohn, der mit zwölf Jahren missbraucht wurde und trotz Therapien immer noch einnässt. Diese Mutter braucht eine neue Matratze für ihr Kind, aber sie hat kein Geld dafür. Wir hören über Jugendhilfe-Mitarbeitern von Kindern, die keine Hilfe von ihren Eltern erwarten können, die sich selbst überlassen sind – bei den Hausaufgaben, beim Essen zubereiten, beim Zubettgehen. Es gibt kein Lächeln, kein Lob, keine Zuwendung. Vater und Mutter sind mit sich selbst beschäftigt und haben oft keine Kraft oder auch keine Lust, sich mit den Heranwachsenden zu befassen. Ein Streetworker erzählt uns, dass Kinder morgens kalte Pommes mit Ketchup vom Vorabend zum Frühstück bekommen, sonst nichts.

Wir erfahren von Müttern mit schwerst behinderten Kindern, die sich – vom Vater verlassen – jeden Tag liebevoll um die Pflege kümmern. Die mit ihren Kindern häufig zum Arzt und zu Therapien müssen und dringend ein behindertengerechtes Auto brauchen. Wir hören von Vätern, die verzweifelt nach einer Lösung suchen, um ihrer Familie wieder eine Perspektive bieten zu können. Sozialarbeiter schreiben uns und bitten um die Unterstützung einer mit Krebs belasteten Familie – um ein paar Tage Auszeit, Ablenkung vom Alltag.

Eine alte Dame ruft uns an, sie hat so kaputte Beine, dass sie fast den ganzen Tag im Sessel verbringt. Sie kann nicht alleine aufstehen und bittet uns um Hilfe für einen Aufstehsessel, denn die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. Sie ist aufgeregt und weint, sodass ihre Stimme sich überschlägt und wir kaum verstehen können, was ihr Anliegen ist. Wir hören von einer Seniorin, die auf einer verschimmelten Matratze monatelang nächtigt, bis die Betreuerin aufmerksam wird und uns verständigt.

Oft sitzen wir zusammen im Team und beratschlagen, wie wir am besten und nachhaltig Hilfe leisten können. Manchmal reichen 100 Euro, manchmal braucht ein Hilfesuchender viel mehr Geld und zudem noch seelische Unterstützung. Auch bei uns fließen Tränen, wenn wir erfahren, was Menschen in unserer schönen Stadt täglich erdulden müssen. Wie Kinder und Jugendliche leiden. Wie Erwachsene mit ihrer kleinen Rente kaum klarkommen und sich nichts leisten können, was ihr Leben erleichtern könnte. So viel Elend mitten unter uns. Und doch sind wir glücklich, hier arbeiten zu dürfen. Jeden Abend, wenn wir nach Hause gehen, haben wir etwas Gutes getan. Haben Freude erlebt und tiefe Dankbarkeit, weil wir helfen können. Das ist es, was unseren Job ausmacht. 

(von Beate Geise, veröffentlicht am 20.01.2018 auf www.abendblatt.de)

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