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Die Route “Sprung über die Elbe“ (ca. 5,2 km)

Ab in den Süden! So hätte man diese Route auch betiteln können. Sie ist mit ca. 5,3 km die längste der sechs Routen des HafenCity Run 2021 und führt die Teilnehmer in benachbarte Gefilde südlich des großen Stroms.

Los geht’s auf dem Amerigo-Vespucci-Platz, wo die Routen „Baustellensafari“ und „Immer am Wasser entlang“ enden. Wer also Lust hat, den „Sprung über die Elbe“ noch an eine dieser Strecken dranzuhängen, kann hier gleich durchstarten. App-Nutzer sollten dabei allerdings darauf achten, dass die erstgelaufene Strecke im Kasten ist, und dann den „Sprung über die Elbe“ in der App starten. Eine kleine Verschnaufpause ist bei so einem Kombi-Lauf also inkludiert.

Mit der Überquerung der Freihafenelbbrücke hält diese Route sicherlich einen besonderen Leckerbissen für die Teilnehmenden bereit! Vermutlich sind die meisten noch nie auf dieser Brücke über’s Wasser gelaufen. Gleich nach Ankunft auf der Südseite gilt es den Blick nach rechts zu richten, auf das Gebiet des Kleinen Grasbrook.

Bis ins Mittelalter diente der Grasbrook (Brook: feuchtes Marschgebiet) als Weidegrund vor der Stadt. Erst um 1850 begann die Erschließung des Kleinen Grasbrook als erste Hafennutzung auf der Südseite der Norderelbe. In der Folge war das Gebiet lange Zeit geprägt von Moldau-, Segelschiff- und Saalehafen. Ab 1962 wurden für den Bau des Überseezentrums große Bereiche des Moldauhafens zugeschüttet. 1967 wurde das Überseezentrum als damals größter Sammel- und Verteilerschuppen der Welt eröffnet. 2016 gab die Hamburger Hafen und Logistik AG das Überseezentrum wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit auf.

Im Sep­tember 2017 wurde die Idee eines neuen Stadtteils Grasbrook erstmals öffentlich vor­gestellt. Inzwischen haben vorbereitende und erste Abriss-Arbeiten auf dem Gebiet des entstehenden Innovationsstadtteils begonnen, der neben 3.000 Wohnungen und ca. 16.000 Arbeitsplätzen eine große Grünfläche von ca. 6 Hektar „beherbergen“ soll. Grüne, kilometerlange Uferpromenaden an den Hafenbecken und der Elbe werden zu Freizeit- und Sportnutzungen einladen. Dem südlichen Nachbarn der HafenCity, dessen Vielfalt und Besonderheiten an dieser Stelle nur angerissen werden kann, wird das Potenzial für ein weltweit vorbildliches, nachhaltiges Projekt zugeschrieben, das die begrenzten Ressourcen berücksichtigt.

Apropos berücksichtigt: Das werden auch Anregungen interessierter Bürgerinnen und Bürger im weiteren Planungsprozess. So kann man sich z.B. bis 17. Oktober 2021 im Rahmen des aktuellen Online-Dialoges über den aktuellen Planungsstand informieren und eigene Ideen einbringen. Neben dem Gesamtkonzept zählen der zentrale Park, das Dach und das Spiel- und Sportkonzept zu den Themen. Zum Online-Dialog

Die sportliche Gegenwart, sprich unsere Route, spielt sich nach Erreichen des Südufers der Elbe über einen Kilometer entlang dieses spannenden Stadtentwicklungsgebietes ab. Auf den Fußwegen Am Moldauhafen und Am Saalehafen geht es bis zur Brücke zwischen Saalehafen und Spreehafen. Hier ist man am südlichen Ende des Kleinen Grasbrooks angelangt und wechselt auf der anderen Seite nach dem Durchlaufen einer Fußgängerunterführung auf die Veddel. Nach einem kurzen Abschnitt am Spreehafen und auf der Krone des Klütjenfelder Hauptdeichs befinden Sie sich ganz bald östlich der S-Bahn-Station – und blicken Richtung Osten auf den Ballinpark, der sich an das Auswanderermuseum BallinStadt anschließt.

An der Wilhelmsburger Brücke liegt die Hälfte des Weges hinter Ihnen und sie tauchen tiefer in den Stadtteil Veddel ein. Schon mal ein goldenes Haus gesehen, nein? Dann sollten Sie auf den nächsten 400 Metern sehr aufmerksam sein. Nach der Unterquerung der Autobahn nähern wir uns langsam, aber sicher wieder der Elbe, die wir auf dem Fußweg der Neuen Elbbrücke unter uns durchfließen lassen.

Am nördlichen Ende der Elbbrücke betritt man nach dem interessanten Abstecher zu den südlichen Nachbarstadtteilen wieder das Gebiet der HafenCity. Vor lauter Vorfreude auf das Ziel sollte man sich Folgendes nicht entgehen lassen: Am östlichsten Punkt der Strecke werfen Sie einen Blick auf den Elbpark Entenwerder (zu Rothenburgsort gehörend) und stellen sich vor, wie schön und praktisch es wäre, wenn hier eine Brücke herüberführen würde. In absehbarer Zeit soll diese Vorstellung in die Tat umgesetzt werden. Zu guter Letzt laufen Sie kurze Zeit später am Baufeld des entstehenden Elbtowers vorbei, dem zukünftigen Landmark im Osten der HafenCity.

Nach gut 5,3 Kilometern und so vielen Eindrücken haben Sie sich den Zieleinlauf auf dem Amerigo-Vespucci-Platz redlich verdient!

Großes Foto oben: fotofrizz, Quelle: HafenCity Hamburg GmbH

Kartenmaterial zur Orientierung

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