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Wie ein Volkslauf für den guten Zweck

Am Sonnabend fand Norddeutschlands größte und sportlichste Firmenfeier einmal mehr in der HafenCity statt. 424 Teams mit insgesamt mehr als 14.200 Teilnehmenden machten sich zum Baakenhöft auf, um die Laufschuhe für den guten Zweck zu schnüren. Nicht nur wegen des fabelhaften Wetters glückte der Betriebsausflug in die wachsenden Quartiere am Wasser. Der HafenCity Run bot auch 2023 viele erinnerungswürdige Momente.

Da wäre zum einen das gestiegene Interesse von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Deshalb war es absolut folgerichtig, dass erstmalig ein inklusives Team den Lauf eröffnet. So ging das Team Leben mit Behinderung Hamburg um Punkt 9.00 Uhr als erstes an den Start. Dieses hatte u.a. mit Levin Hennings, Aktivensprecher von Special Olympics Hamburg (SOHH) auch olympisches Flair in die HafenCity gebracht. Die offizielle Flagge durfte da natürlich auch nicht fehlen.

Kein Startschuss, sondern ein Starthorn gab erneut das Zeichen, wenn es für die Teams auf die Strecke ging. Auch bei der 21. Auflage wurde der Kurs so angepasst, dass neue Entwicklungsräume und fertiggestellte Areale der HafenCity in den Fokus rücken. In diesem Jahr stachen der erhöhte Anteil an Promenaden und vor allem der Zieleinlauf am Ende der 4,5 Kilometer auf dem jüngst fertiggestellten Kirchenpauerkai hervor. Das Finish unter den historischen Kränen tat sich in zweierlei Hinsicht hervor. Nicht nur, dass es sich hierbei um die wohl grünste Promenade handelt, welche der Stadtteil zu bieten hat, sondern auch die vor Anker liegende MS Stubnitz mit Open Deck auf Höhe der Ziellinie sorgte für die Extraportion Stimmung.

Wer nicht unbedingt aufgrund des Laufens dabei ist, sondern eher der Geselligkeit und Zugehörigkeit wegen, wird ebenfalls auf seine Kosten gekommen sein. Seit jeher wird auf eine Zeitnahme verzichtet, sodass man sich Europas größte Stadtentwicklungsprojekt auch in Ruhe „erwalken“ kann. Für viele Firmen geht es ohnehin ums Sehen und Gesehen-werden sowie darum, eine gute Zeit zu verbringen. Da müssen schonmal der Bürohund, Kind und Kegel mit – und manchmal schiebt sich auch ein Papp-Bus der VHH über den Baakenhöft. Nicht selten werden Banner, Verkleidungen und andere kreativen Einfälle mit auf die Strecke genommen. Die einheitliche Teamkleidung ist da schon eher obligatorisch.

Große Freude gibt es auch an der Charity-Front zu verkünden. Dank des Anstiegs bei den Anmeldungen von knapp 60 % im Vergleich zum Vorjahr (!) stand am Ende eine Spendensumme von über 72.000 Euro zu Buche. Diese kommt Therapien, Sport- und Freizeitangeboten sowie weiteren Hilfsmitteln für bedürftige und beeinträchtigte Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion zugute.

Die Messlatte für die 2024er Auflage scheint hoch zu sein. Den Titel als Norddeutschlands größter Firmenlauf hatte man am Sonnabend wieder untermauert, doch nun möchte man sich neuen Zielen widmen.  Im kommenden Jahr soll der eingeschlagene Weg für mehr Inklusion im Sportbereich fortgesetzt werden. „Wir möchten die Zusammenarbeit mit den Sozialeinrichtungen intensivieren und so den HafenCity Run zum größten inklusiven Laufereignis Norddeutschlands machen. Er soll ein breitensportlicher Höhepunkt auch für diejenigen sein, die häufig keinen Zugang zu Sport finden“, blickt Steven Richter von Veranstalter nach vorn.

Dann mal die Ärmel hochgekrempelt.

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